Wortfindungsschwierigkeiten — wenn der Name oder das Wort "auf der Zunge liegt" — ist die häufigste kognitive Beschwerde in der Perimenopause.

Was die Forschung zeigt: Das verbale Gedächtnis (die Fähigkeit, Wörter, Namen und kürzliche Gespräche abzurufen) ist durchweg der kognitive Bereich, der am stärksten vom Wechseljahrsübergang betroffen ist.

  • SWAN Cognition (Kravitz et al., 2007): perimenopausale Frauen ließen in der Verarbeitungsgeschwindigkeit nach. Postmenopausale Frauen schnitten besser ab
  • Maki et al. (2021) Konsenspanel: verbale Gedächtnisabnahmen sind real, messbar und vorübergehend
  • Epperson et al. (2020): Östradiol-Schwankungen, nicht absolute Werte, sagen das verbale Gedächtnis in der Perimenopause voraus
  • Henderson et al. (2013): die kognitive Funktion erholt sich nach der Menopause

Sagt dies Demenz voraus? NEIN. Wechseljahrsbedingte kognitive Veränderungen unterscheiden sich grundlegend von neurodegenerativen Prozessen. Das Gehirn passt sich an niedrigere Östrogenspiegel an. Diese Veränderungen sagen KEINE Alzheimer-Krankheit voraus.

Was hilft: Eine Hormontherapie kann das verbale Gedächtnis verbessern, wenn sie im Perimenopause-Fenster begonnen wird (KEEPS-Studie). Geistig aktiv zu bleiben, Sport zu treiben und Stress zu bewältigen, schützt ebenfalls die kognitive Funktion.