Angst ist eines der häufigsten Perimenopause-Symptome — und eines der am häufigsten übersehenen.

Wie häufig? Bis zu 60 % der perimenopausalen Frauen berichten über erhöhte Angstsymptome. Für viele Frauen ist neu auftretende oder sich verschlimmernde Angst das ERSTE Symptom, das sie bemerken, oft bevor Zyklusveränderungen auftreten.

Panikattacken: Neu auftretende Panikattacken in den 40ern sind eine klassische Perimenopause-Erscheinung. Diese treten oft erstmals bei Frauen ohne vorherige Panikstörung auf. Der erste Anfall ist häufig beängstigend und führt zu Besuchen in der Notaufnahme.

Warum es passiert: Hormonelle Schwankungen destabilisieren das GABAnerge System — das "Bremspedal" des Gehirns. Östrogen und Progesteron modulieren beide GABA-Rezeptoren. Wenn sie schwanken, verliert das Gehirn seinen natürlichen Angst-Dämpfer.

Behandlung:

  • KVT ist die Erstbehandlung mit Evidenz-Level I
  • SSRIs/SNRIs behandeln sowohl Angst als auch vasomotorische Symptome — ein doppelter Nutzen
  • HRT stabilisiert die hormonellen Schwankungen, die die Angst antreiben
  • Achtsamkeit und atemfokussierte Entspannung sind wirksame unmittelbare Werkzeuge

⚠️ Wenn die Angst schwerwiegend ist oder von Selbstmordgedanken begleitet wird, suchen Sie sofort professionelle Hilfe auf.