Nachtschweiß gehört zu den störendsten Wechseljahressymptomen, zersplittert den Schlaf und beeinträchtigt die Tagesfunktion.
Wie häufig? Bis zu 75 % der Frauen in der Perimenopause leiden unter Nachtschweiß. Die SWAN-Studie ergab, dass er in der späten Perimenopause und frühen Postmenopause seinen Höhepunkt erreicht.
Was passiert: Während einer vasomotorischen Episode in der Nacht sinkt die Körpertemperatur schnell durch Schwitzen. Dieses thermische Ereignis weckt Sie oft — nicht, weil Ihnen heiß ist, sondern weil der Temperaturabfall die Tiefschlafarchitektur stört.
Erstmaßnahmen:
- Raumtemperatur unter 20 °C (18 °C ist ideal)
- Feuchtigkeitsableitender Schlafanzug und Bettwäsche (Bambus oder technische Stoffe)
- Mehrschichtige Bettdeckenlage, die Sie nachts anpassen können
- Ein kaltes Getränk (Wasser oder gekühlter Kräutertee) am Bett
- Alkohol 3-4 Stunden vor dem Schlafengehen vermeiden — Alkohol ist ein starker vasomotorischer Auslöser
Medizinische Optionen: Wenn Lebensstilmaßnahmen nicht ausreichen, ist die Hormontherapie die wirksamste Behandlung. Gabapentin oder niedrig dosiertes Paroxetin sind nicht-hormonelle Alternativen.