Die Hautalterung beschleunigt sich in den Wechseljahren merklich — und es geht nicht nur um Falten.

Kollagenverlust: Frauen verlieren in den ersten 5 Jahren nach der Menopause etwa 30 % des Hautkollagens. Dies ist auf die direkte Wirkung von Östrogen auf die Fibroblastenfunktion zurückzuführen. Das Journal of the American Academy of Dermatology bestätigt, dass dies hormonell und nicht nur altersbedingt ist.

Haarveränderungen:

  • Weiblicher Haarausfall (Ausdünnung am Scheitel) beschleunigt sich oft in der späten Perimenopause
  • Androgenetische Alopezie kann sich verschlimmern, wenn Östrogen im Verhältnis zu Testosteron abnimmt
  • Gesichtsbehaarung (Kinn, Oberlippe) kann zunehmen — ebenfalls aufgrund des sich ändernden Hormonverhältnisses
  • Hirsutismus sollte abgeklärt werden, wenn er plötzlich oder schwerwiegend ist (PCOS oder Nebennierenerkrankung ausschließen)

Was hilft:

  • Sonnenschutz — SPF 50+ täglich ist die wirksamste Anti-Aging-Strategie
  • Topische Retinoide (Tretinoin, Retinaldehyd) — Evidenz-Level I für Kollagenstimulation
  • HRT — transdermales Östradiol verbessert die Hautfeuchtigkeit und -elastizität (SWAN Haut-Teilstudie)
  • Ausreichend Protein — für die Kollagensynthese werden Aminosäuren benötigt
  • Minoxidil (topisch) — evidenzgestützt bei weiblichem Haarausfall
  • Flüssigkeitszufuhr — sowohl intern (Wasser) als auch extern (Feuchtigkeitscremes mit Ceramiden, Hyaluronsäure)